Beschreibung
Der Dom von Padua, die Basilika-Kathedrale Santa Maria Assunta, ist die Hauptkirche der Stadt und seit mindestens dem 4. Jahrhundert Sitz des Bischofs. Er steht an der Piazza Duomo, neben dem Bischofspalast und dem Baptisterium, und sein Presbyterium geht auf einen Entwurf Michelangelos zurück.
Das heutige Gebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist dreischiffig mit lateinischem Kreuzgrundriss. Außen fällt die unvollendete Fassade auf, mit drei Portalen und einer Rosette, die nach einer Restaurierung geöffnet wurde. Innen ist der Raum maßvoll und harmonisch, mit zwei großen Kuppeln, deren größere über dem Querschiff liegt.
In der Kapelle der Madonna dei Miracoli hängt ein Gemälde im byzantinischen Stil, das jahrhundertelang für ein Werk Giottos gehalten wurde, aber älter ist. Auf der rechten Seite befindet sich das Grabmal von Kardinal Francesco Zabarella, mit der farbig gefassten Liegefigur unter einem gotischen Arkosolium.
Im linken Seitenschiff steht die hölzerne Kanzel von Filippo Parodi, von ihm selbst samt allen Figuren geschnitzt. Das Presbyterium hat einen modernen Altar aus Carrara-Marmor von Giuliano Vangi, mit Ambo und Kathedra, der die Meinungen gespalten hat.
Unter dem Presbyterium birgt die Krypta den Leichnam des heiligen Märtyrers Daniel in einer römischen Urne. In der Sakristei der Kanoniker befinden sich das Porträt von Francesco Petrarca und eine Gemäldesammlung, die aus Vermächtnissen der Kanoniker entstand.
Neben der Kathedrale ist das Baptisterium aus dem 12. Jahrhundert zugleich das Mausoleum der Carraresi. Die Fresken von 1375-1376, ein Meisterwerk von Giusto de' Menabuoi, schmücken das Innere.
Die Fassade ist aus einem Grund so geblieben. 1522 wollte der Bischof die alte Kathedrale nach dem Vorbild des Chors von St. Peter in Rom neu bauen. Die Baustelle dauerte zwei Jahrhunderte, und die neue Kirche wurde 1754 geweiht.
Am 2. Januar 1551 genehmigten die Kanoniker das Modell Michelangelos für das Presbyterium, dem sie den Vorzug vor dem von Jacopo Sansovino gaben. Seine Nachfolger führten es mit einigen Änderungen aus. Das an der Fassade vorgesehene Atrium und die Loggia im römischen Stil wurden nie gebaut, und eine Bombe des Ersten Weltkriegs brachte den oberen Teil zum Einsturz.
Das Domkapitel gehörte zu den reichsten und vornehmsten Italiens: Seine Mitglieder hießen „Kardinäle der Lombardei“, und von hier gingen drei Päpste hervor, Eugen IV., Paul II. und Alexander VIII. 1349 trat Francesco Petrarca ihm bei und erhielt so ein Haus und ein Einkommen in der Stadt.
Nicht verpassen
• Das Baptisterium.
• Die Madonna dei Miracoli.
• Parodis Kanzel.
• Vangis Presbyterium.
Schon gewusst?
• Petrarcas Haus als Kanoniker ist noch zu sehen, in der Via Dietro Duomo Nummer 28.
• Die Kapelle der Madonna der Blinden liegt neben einer Tür: Dort wussten die Blinden, dass sie den Ausgang finden würden.
• Zu den Komponisten der Domkapelle, die Ende des 13. Jahrhunderts gegründet wurde, zählten Marchetto da Padova und Johannes Ciconia.
Das heutige Gebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist dreischiffig mit lateinischem Kreuzgrundriss. Außen fällt die unvollendete Fassade auf, mit drei Portalen und einer Rosette, die nach einer Restaurierung geöffnet wurde. Innen ist der Raum maßvoll und harmonisch, mit zwei großen Kuppeln, deren größere über dem Querschiff liegt.
In der Kapelle der Madonna dei Miracoli hängt ein Gemälde im byzantinischen Stil, das jahrhundertelang für ein Werk Giottos gehalten wurde, aber älter ist. Auf der rechten Seite befindet sich das Grabmal von Kardinal Francesco Zabarella, mit der farbig gefassten Liegefigur unter einem gotischen Arkosolium.
Im linken Seitenschiff steht die hölzerne Kanzel von Filippo Parodi, von ihm selbst samt allen Figuren geschnitzt. Das Presbyterium hat einen modernen Altar aus Carrara-Marmor von Giuliano Vangi, mit Ambo und Kathedra, der die Meinungen gespalten hat.
Unter dem Presbyterium birgt die Krypta den Leichnam des heiligen Märtyrers Daniel in einer römischen Urne. In der Sakristei der Kanoniker befinden sich das Porträt von Francesco Petrarca und eine Gemäldesammlung, die aus Vermächtnissen der Kanoniker entstand.
Neben der Kathedrale ist das Baptisterium aus dem 12. Jahrhundert zugleich das Mausoleum der Carraresi. Die Fresken von 1375-1376, ein Meisterwerk von Giusto de' Menabuoi, schmücken das Innere.
Die Fassade ist aus einem Grund so geblieben. 1522 wollte der Bischof die alte Kathedrale nach dem Vorbild des Chors von St. Peter in Rom neu bauen. Die Baustelle dauerte zwei Jahrhunderte, und die neue Kirche wurde 1754 geweiht.
Am 2. Januar 1551 genehmigten die Kanoniker das Modell Michelangelos für das Presbyterium, dem sie den Vorzug vor dem von Jacopo Sansovino gaben. Seine Nachfolger führten es mit einigen Änderungen aus. Das an der Fassade vorgesehene Atrium und die Loggia im römischen Stil wurden nie gebaut, und eine Bombe des Ersten Weltkriegs brachte den oberen Teil zum Einsturz.
Das Domkapitel gehörte zu den reichsten und vornehmsten Italiens: Seine Mitglieder hießen „Kardinäle der Lombardei“, und von hier gingen drei Päpste hervor, Eugen IV., Paul II. und Alexander VIII. 1349 trat Francesco Petrarca ihm bei und erhielt so ein Haus und ein Einkommen in der Stadt.
Nicht verpassen
• Das Baptisterium.
• Die Madonna dei Miracoli.
• Parodis Kanzel.
• Vangis Presbyterium.
Schon gewusst?
• Petrarcas Haus als Kanoniker ist noch zu sehen, in der Via Dietro Duomo Nummer 28.
• Die Kapelle der Madonna der Blinden liegt neben einer Tür: Dort wussten die Blinden, dass sie den Ausgang finden würden.
• Zu den Komponisten der Domkapelle, die Ende des 13. Jahrhunderts gegründet wurde, zählten Marchetto da Padova und Johannes Ciconia.